Die Blockchain schafft transparente Prozesse entlang der gesamten Supply Chain

Aktuelle Situation in der Beschaffungslogistik

Die Komplexität der Beschaffungsprozesse im produzierenden Mittelstand steigt stetig an. Zunehmende Individualisierungswünsche der Kunden führen zu geringeren Abnahmemengen bei einzelnen Lieferanten und steigern im Gegenzug die Anzahl der zu koordinierenden Zulieferer.

Daraus entstehen aufwändigere Sourcingprozesse, bei denen die Lieferfähigkeit und die Lieferbedingungen vieler potenzieller Zulieferer manuell abgefragt werden müssen. Etwa 96 Prozent aller unternehmensübergreifenden Prozesse sind dabei nicht oder nur punktuell digitalisiert. Neben dem manuellen Sourcing werden auch Auftragsvergabe, Vertragsschließung und Statusüberwachung über kostenintensive und fehleranfällige analoge Kommunikationsmedien wie Fax, Telefon und E-Mail abgewickelt.

Um im Wirrwarr eines immer komplexer werdenden Unternehmensumfeldes eine gleichbleibende Liefertreue zu gewährleisten -und dem Wunsch nach immer kürzeren Lieferzeiten zu entsprechen- werden höhere Lagerkapazitäten vorgehalten. Mittelständische Einzel- und Kleinserienfertiger halten mittlerweile durchschnittlich 20 Prozent ihres Umsatzes in Warenbeständen als Reserve vor.

Durch die Vielzahl von manuellen Prozessen ist ein Tracking des Produktionsfortschrittes über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg kompliziert oder schlicht nicht möglich. Unmittelbare Reaktionen auf Lieferschwierigkeiten in der Supply Chain sind somit ausgeschlossen.

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Unsere Lösung - der Idee von Industrie 4.0 folgend

  1. Im Sourcingprozess wird über contractus eine Anfrage an mögliche Zulieferer gestellt. Diese Anfrage erfolgt digital ohne Zuhilfenahme verschiedener Medien wie Telefon, Fax oder E-Mail-Systemen.
  2. Die Anfrage erscheint im contractus Dashboard des potenziellen Partners und kann direkt per Computer, Tablet oder auch per Smartphone beantwortet werden. Im Gegensatz zum Marktplatzprinzip müssen die angefragten Unternehmen im Vorfeld keine Angabe über freie Kapazitäten machen und entscheiden selbstbestimmt und in Echtzeit über ihre Lieferfähigkeit.
  3. Erhält der Auftraggeber eine positive Antwort von mindestens einem Unternehmen, erfolgt der Vertragsabschluss direkt über contractus. Der entsprechende contract mit allen Details zum geplanten Produktionsprozess wird in der Blockchain abgelegt. Es entsteht eine rechts- und manipulationssichere Auftragsgrundlage.
  4. Alle Informationen, die im Laufe der Wertschöpfungskette entstehen wie beispielsweise Rechnungen, Lieferscheine und Produktionsfortschritte werden in der Blockchain abgelegt und miteinander verknüpft.
  5. Alle am Projekt beteiligten Subunternehmen, welche häufig ergänzende Leistungen erbringen, haben über die Blockchain ebenfalls Zugriff auf aktuelle Prozessinformationen.
  6. Prozessschritte, bei denen Menschen Informationen aus E-Mails und Faxen manuell weiterverarbeiten müssen, entfallen durch vollständig digitalisierte Informationsflüsse.
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Welche Vorteile ergeben sich?

Durch den digitalisierten Sourcingprozess über contractus werden Kosten und Zeitersparnisse realisiert. Potenzielle Zulieferer können ohne Medienbruch ihr Feedback zur eigenen Lieferfähigkeit geben und digital ein entsprechendes Angebot unterbreiten. Alle eingegangenen Angebote werden im Dashboard von contractus überwacht. Die Auftragsvergabe erfolgt mithilfe eines Smart Supply Chain Contracts ebenfalls direkt und unmittelbar. Die durchschnittlichen Kosten eines Beschaffungsprozesses können von 200 Euro auf 100 Euro reduziert werden. Fehleranfällige analoge Kommunikationsmedien werden vollständig eliminiert.

Durch das übergreifende Tracking innerhalb der Supply Chain haben alle beteiligten Partner einen stetig aktuellen Überblick über das Prozessgeschehen und können schnell und direkt auf Veränderungen reagieren. Die damit einhergehende Transparenz führt zu einer Steigerung der Liefertreue und macht teure und überhöhte Lagerbestände überflüssig.

Ressourcen, welche bisher für die komplexe Koordinierung der Wertschöpfungskette notwendig waren, können zukünftig effizienter im Unternehmen eingesetzt werden.

Ein durchgehend digitaler Informationsfluss in Unternehmenskooperationen eröffnet zudem zahlreiche Möglichkeiten im Bereich der vollautomatisierten Leistungserbringung.